In dieser Auftragsübersicht werden alle notwendigen Informationen für eine effektive Lagerablaufsteuerung angeboten:
Aufträge aus den Bereichen: Umlagerungen/Wareneingänge/Kommissionierungen
Inventur
Transportmittel
Bereichszuordnung
Umlagerungen/Nachschub
Kommissionierpositionen
Profile/Bereiche
Die Übersicht Aufträge kann unterteilt werden in:
„Leitstand Wareneingang“
„Leitstand Warenausgang„
„Leitstand Lager“
Die Ansichten der Leitstände können über die SOG WMS Parameter-Einstellungen so konfiguriert werden, das z. B. der „Leitstand Warenausgang“ nur die Kommissionierungen anzeigt und zur Bearbeitung anbietet, der „Leitstand Wareneingang“ entsprechend nur die Wareneingänge. Die Umlagerungen, der Nachschub und die Inventur können einem der beidem Leitstand zugeordnet oder auch beliebig verteilt werden. Falls notwendig kann mit dem „Leitstand Lager" ein zusätzlicher Leitstand für diese Übersichten gebildet werden.
Zu jedem Auftrag werden alle relevanten Daten bereitgestellt, um jederzeit über den Zustand des Auftrages zu informieren.
Wird ein Auftrag angewählt, werden die möglichen Aktionen aktiviert. z. B. Die Anwahl eines Auftrages oder auch eine Mehrfach-Selektion aktiviert die Funktion „Freigabe/Sperre“.
Sind zusätzliche Daten für eine Funktion notwendig, müssen diese erst erfasst werden, um die Funktion zu aktivieren. z. B. Eingabe eines Ziellagerplatzes mit anschließender Anwahl eines Auftrages aktiviert die Funktion „Komm. Ziellagerplatz“.
Die Buchungen der Scanner werden über das p372 - Lagerbuchungsserver (srvbuch) abgehandelt. Zur Kontrolle wird deshalb eine Information angezeigt, ob der Buchungsserver aktiviert oder deaktiviert ist. Eine ähnliche Meldung wird auch auf den Scannern ausgegeben. Eine Überwachung des Buchungsservers und die Bearbeitung evtl. Fehler ist über das Programm p105 - Serverprozesse Kontrollieren (srvprozkont) möglich. Über das Programm p106 - Abschalten Serverprozesse (srvproz) lässt sich der Buchungsserver abschalten.
Auftragsübergreifende Funktionen:
Freigabe/Sperre
Mit dieser Funktion werden Vorgänge an das LVS übergeben oder für das LVS gesperrt. In dem Feld LVS-Status wird dargestellt, über welchen Status der betreffende Vorgang aktuell besitzt.
Sachb. wechseln
Mit dieser Funktion kann der Nutzer, der einen Auftrag auf seinem Scanner bereits in Bearbeitung hat, gewechselt werden.
Wenn z. B. ein Mitarbeiter einen zugeordneten Kommissioniervorgang nicht abschließen kann, können damit Restpositionen wieder freigegeben und damit anderen Mitarbeitern wieder zugänglich gemacht werden.
Abschluss WE Aufnahme
Wenn zu dem aktuellen Einlagerungsschein im Wareneingang keine Ware mehr kommt, kann mit der Funktion "Abschluss WE Aufnahme" die Aufnahme "abgeschlossen" werden. Dabei wird nicht gebucht.
Der Kommissionierstatus der Position wird auf "abgeschlossen" gesetzt, das heißt es ist keine weitere Bearbeitung mit dem w201 "Aktiver Wareneingang" mehr möglich.
Das bebuchte Transportmittel kann aber noch normal bearbeitet und ggf. der Inhalt auf ein anderes Transportmittel umgebucht werden.
Abschluss WE Gesamt
Jeder Wareneingang, bei dem die Sollmengen komplett erfasst worden sind, wird nach der Aufnahme der Ware (Erfassung durch die Scanner mit dem w201 "Aktiver Wareneingang") und der Einlagerung der betroffenen Transportmittel mit dem w330 "Einlagerung" automatisch abgeschlossen.
Wenn Fehlmengen aufgetreten sind, bleibt der Einlagerungsschein im Leitstand sichtbar und muss "nachbearbeitet" werden.
Durch die Funktion "Abschluss WE " wird gebucht und es werden die Fehlmengen in die Bestellung als offene Restmenge zurückgestellt, das weitere 'Handling" erfolgt damit wieder in SOG ERP.
Bezieht sich der Wareneingang auf eine "Schwimmende Rechnung", werden die Bestellpositionen automatisch resterledigt und es erfolgt eine Differenzbuchung des Wertes auf den im pp210 - Parameter Eingangsbelege (belekpar) Rechnungsdifferenz-Artikel.
Ist für den Vorgang eine Liefertoleranz vorhanden, erfolgt für die Vorgangsposition eine Resterledigung sofern es sich nicht um eine schwimmende Rechnung handelt.
Ein Abschluss auf Positionsebene ist nicht vorgesehen.
Der Abschluss kann nur erfolgen, wenn die Positionen Status 4 (eingelagert) oder 1 haben. Ist eine Position mit Status 2 oder 3 in dem Wareneingang erfolgt ein Hinweis. Der Abschluss kann dann nicht durchgeführt werden.
Die betroffenen Position müssen zwingend eingelagert werden (erreichen dann Status 4).
Abschluss WE Resterledigung
Jeder Wareneingang, bei dem die Sollmengen komplett erfasst worden sind, wird nach der Aufnahme der Ware (Erfassung durch die Scanner mit dem w201 "Aktiver Wareneingang") und der Einlagerung der betroffenen Transportmittel mit dem w330 "Einlagerung" automatisch abgeschlossen.
Wenn Fehlmengen aufgetreten sind, bleibt der Einlagerungsschein im Leitstand sichtbar und muss "nachbearbeitet" werden.
Durch die Funktion "Abschluss WE Resterledigung" wird gebucht und es werden die Differenzmengen in die Bestellung als Über-/Unterliefermengen zurückgemeldet.
Die Positionen werden dabei in der Bestellung resterledigt, das heißt es ist kein weiteres 'Handling" im SOG ERP erforderlich.
Bezieht sich der Wareneingang auf eine "Schwimmende Rechnung" kann diese Funktion NICHT genutzt werden. Siehe Funktion "Abschluss WE Gesamt".
Ein Abschluss auf Positionsebene ist nicht vorgesehen.
Skip Wareneingang / Buchen einer Position auf Transportmittel
Ein Wareneingang kann mit dieser Funktion komplett ohne Scanvorgang auf ein "Dummy"-Transportmittel gebucht werden. Das Transportmittel wird automatisch gebildet.
Hier können nur Positionen verarbeitet werden, die Status 1 haben, also noch nicht auf ein Transportmittel gebucht worden sind.
Das "Dummy"-Transportmittel wird anschließend automatisch zur Einlagerungsplanung freigegeben und kann dann über den Scanner mit dem w330 "Einlagerung" eingelagert werden.
Parken
Ein Einlagerungsschein kann mit dieser Funktion ohne Scanvorgang auf einen Lagerplatz "geparkt" werden und wird für eine weitere Bearbeitung gesperrt.
Das Parken erfolgt über den gewählten Lagerplatz. Dieser Lagerplatz muss in den Lagerstammdaten vorhanden sein.
Die Lagerplatzauswahl kann frei erfolgen oder über einen im w001 "LVS Parameter" hinterlegten "Übergabeplatz Wareneingang" vorgeschlagen werden.
Entparken
Ein bereits "geparkter" Einlagerungsschein kann mit dieser Funktion ohne Scanvorgang wieder entparkt werden.
Die Sollmenge der Position ist die relevante Menge, sie kann nicht geändert werden.
Position splitten
Aufteilen/Splitt einer Position in eine zweite Position. Die Position kann nur im Zustand Status 1 geteilt werden. Die erfasste Menge wird als Sollmenge ein die neue Position übernommen.
Ziellagerbereich
Vorgabe eines Lagerbereiches für die Einlagerungsplanung einer Position.
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Transportmittel Sperren/Freigabe
Sollen ein oder mehrere Transportmittel gesperrt/freigegeben werden, kann das über die Funktion "Trp. Sperren/Freigabe" erfolgen. Je nach Zustand des Transportmittels wechselt der Status auf Gesperrt oder Freigegeben.
Transportmittel Freigabe Einlagerung
Die Funktion "Trp. Freigabe Einlagerung" sperrt das Transportmittel für jede weitere Bearbeitung. Dieser Schritt kann nicht rückgängig gemacht werden. Für alle Positionen des Transportmittels wird jetzt eine Einlagerungsplanung durchgeführt. Das "Ergebnis" kann nach Aktualisierung des Screens in den Positionen überprüft werden. Alle Positionen müssen jetzt einen Lagerplatz enthalten.
Transportmittel Freigabe EL mit Vorgabe
Die Funktion "Trp. Freigabe EL mit Vorgabe" ermöglicht eine Lagerbereichsvorgabe. Die Einlagerungsplanung wird jetzt nur innerhalb dieses Bereiches durchgeführt. Das weitere Handling entspricht der Funktion "Trp. Freigabe Einlagerung". Beide Funktionen "Trp. Freigabe Einlagerung" und "Trp. Freigabe EL mit Vorgabe" können sowohl für ein einzelnes Transportmittel, oder auch für mehrere oder auch für einen kompletten Lieferschein durchgeführt werden.
Transportmittel in die QS
Sollen ein oder mehrere Transportmittel in die QS überstellt werden ohne das die Artikel als QS-Artikel gekennzeichnet sind, kann das über die Funktion "Trp. in die QS" erfolgen. Das Transportmittel wird jetzt als QS-Transportmittel gekennzeichnet und muss in der QS-Bearbeitung weiter bearbeitet werden.
Kommissionierung Ziellagerplatz
Zu jedem Auftrag kann ein Lagerplatz "Komm.Ziellagerplatz" erfasst werden. Der Lagerplatz ist das Ziel in der Versandzone, in dem die Ware des Auftrags zusammenläuft. Eine Überprüfung, ob der Platz ev. doppelt belegt ist erfolgt dabei nicht. Ist zum Zeitpunkt der Kommissionierung kein Lagerplatz erfasst, wird der Lagerplatz aus den Einstellungen SOG WMS als Ziellagerplatz benutzt.
Abschluss Kommissionierung
Die Kommissionierung eines Auftrages wird automatisch abgeschlossen, wenn der letzte Vorgang den Ziel Lagerplatz erreicht hat. Unterdrückt wird der Abschluss nur, wenn bei mindestens einer Position die Sollmenge nicht erreicht wurde. Dann muss der Abschluss manuell durch den Leitstand vorgenommen werden.
Druck des Packzettels und automatische Freigabe zur Kommissionierung (nach Prüfung Kommissioniersperre usw.).
Die Daten der Inventur resultieren aus den Listen, die über das Programm p340 erzeugt werden.
Die Positionen können einzelnen Sachbearbeitern zugeordnet werden. Ebenfalls ist ein Sperren von Positionen möglich.
Wiederverwendbar
Die Funktion "Wiederverwendbar" kennzeichnet ein Transportmittel zur mehrfachen Verwendung (z. Gitterboxen usw.).
Einmalverwendbar
Die Funktion "Einmalverwendbar" kennzeichnet ein Transportmittel zur einmaligen Verwendung.
Voll/Leer
"Voll/Leer" ändern den Status von Voll auf Leer oder entsprechend von Leer auf Voll.
Transportmittel Sperren/Freigabe
Sollen ein oder mehrere Transportmittel gesperrt/freigegeben werden, kann das über die Funktion "Trp. Sperren/Freigabe" erfolgen. Je nach Zustand des Transportmittels wechselt der Status auf Gesperrt oder Freigegeben.
Die Funktion "Transportmittel überprüfen" kontrolliert ob noch Transportmittelreferenzen (f363) zu dem Transportmittel existieren und setzt das Transportmittel zurück, sollten keine Referenzen mehr vorhanden sein.
Bemerkung
Zu jedem Transportmittel kann eine Bemerkung erfasst werden. Das könnte z. B. der Zielbereich aus der Einlagerungsplanung sein ("Gasse 4", "Kommissionierung").
Bearbeitung Umlagerungen/Nachschub
Um auf Aufträge reagieren zu können, aus denen keine Packzettel erzeugt werden können aufgrund von Auslagerungsproblemen, wird als Information die Anzahl der dafür notwendigen Umlagerungen angezeigt. Als weitere Information dient der Reiter Umlagerungen/Nachschub, in dem dann die Aufträge selbst angezeigt werden.
In dieser Übersicht werden alle anstehenden Aufträge mit ihren freigegebenen Positionen angezeigt, die aufgrund von Auslagerungsproblemen nicht in einen Packzettel übertragen werden können.
Angezeigt werden alle freigegeben Positionen des Auftrages, die Problempositionen sind mit einem Stern gekennzeichnet. Diese Positionen erwarten eine Umlagerungsplanung die mit dem Programm p320 durchgeführt werden kann. Nach der Durchführung p320 sind Umlagerungsaufträge erzeugt worden, um Ware in die Lagerbereiche zu bringen, auf die die Positionen warten.
Veränderung der Auftragspriorität im Warenausgang mit Doppelklick
Ein Doppelklick auf einem Auftrag setzt die Priorität für diesen für die Passive Kommissionierung (lvskomm) beim ersten Ausführen auf den Wert 1 und beim zweiten Ausführen auf den Wert 0. Beim erneuten Ausführen wieder auf den Standardwert 9.
Mit dem Wert 0 erreicht dieser Auftrag die höchste Priorität, weil diese manuelle Änderung Vorrang vor der eingestellten Automatik hat. Durch das Programm lvskprio (Kommissionierprioritäten) kann für bestimmte Zeiträume je Tag die gewünschte Reihenfolge definiert werden. Die aktuelle Kommissionier-Reihenfolge wird mit dem Feld Leitsatz/SortPrio angezeigt.
Hierfür ist in den Maskeneinstellungen im ObjectList für die Anzeige der Vorgänge bei DoubleClickEvent "base.DblClick" zu hinterlegen.
In der Liste mit Strg+E die Panelkonfiguration aufrufen, mit Enter die Zelleigenschaften aufrufen und bei DoubleClickEvent "base.DblClick" einzutragen. (ohne #event. davor)
Bei der nachfolgenden Abfrage "Möchten Sie den Standard-Konfigurationsname 'global.list1' verwenden?" ist NEIN anzuwählen.