Im Standard bietet SOG WMS noch keine Möglichkeit zwischen verschiedenen Lagerorten (mit und ohne LVS) umzulagern.
Es gibt eine Möglichkeit dieses organisatorisch zu lösen, um z.B. ein Musterlager oder Läger bei Vertretern abbilden und leicht abhandeln zu können.
Die notwendigen Einstellungen und der Ablauf für solche Umlagerungen zwischen dem Hauptlager (mit SOG WMS) und einem Muster- /Vertreterlager sind im folgenden beschrieben:
Für Muster werden in SOG ERP (VACOS) eigene Lagerorte für jeden Vertreter (ADM) und den Showroom in der Lagerortverwaltung (p826) definiert und angelegt. Für die Entnahme von Mustern aus dem Showroom für Messen erfolgt keine gesonderte Buchung, um den Buchungsaufwand so gering wie möglich zu halten. Wenn Musterartikel vom ADM abgegeben werden (verkauft, verschenkt, vernichtet, gestohlen), wird ein entsprechender Auftrag erfasst und so der Verbleib der Ware revisionssicher dokumentiert.
Für jeden Vertreter muss ein separater Debitor (Kontonr. Z.B. 12345) angelegt werden. Auf diesem Debitor dürfen keine Rechnungen geschrieben werden! Im Kundenstamm (p842) wird auf dem Reiter „Konten“ bei Filialkonto das Kennzeichen "3" <ohne eigenes SOG ERP (VACOS)-System, mit Warenversorgung durch Verkaufsaufträge> ausgewählt. In der Auswahlliste für die Sammelrechnungsperiode (m_srg.awl) muss ein verfügbares Kennzeichen für den Umlagerungsprozess reserviert und umbenannt "<Verwendung für Lagerortumbuchungen mit SOG WMS>“ werden. Bei den betroffenen Debitoren wird auf dem Reiter „Belege2 - Rechnung/Gutschrift" bei der Sammelrechnungsperiode das neue Kennzeichen „<Verwendung für Lagerortumbuchungen mit SOG WMS>“ in der entsprechenden Auswahlliste ausgewählt. In der Lagerortverwaltung (p826) wird bei dem entsprechenden unter dem Reiter „Umlagerung“ bei "Filial-Kundennummer für Umlagerungen" die Kontonummer jeweiligen Debitors (z.B. 12345) hinterlegt.
Die klassischen Abwicklungsprozesse in SOG ERP (VACOS) und SOG WMS bleiben gleich:
Erfassung eines Auftrages mit den Artikeln, die umgelagert werden sollen. (Hinweis: Bei neuen Kollektionen, die alle Vertreter bekommen, kann ein Auftrag als Vorlage verwendet und kopiert werden.) Zuteilung, Erstellung Packzettel und Kommissionierung erfolgen wie gewohnt. Bei dem Versand über die Versandsteuerung (p382) wird aufgrund der entsprechenden Sammelrechnungsperiode zwar ein Lieferschein und die notwendigen Versandetiketten gedruckt, aber keine Rechnung erstellt.
In der Sammelrechnungsfreigabe (p121) wird ein Lauf nur für diese spezielle Sammelrechnungsperiode (x = "<Verwendung für Lagerortumbuchungen mit SOG WMS>“ ) gestartet (manuell oder besser täglich im Nachtjob) und automatisiert die Umbuchung vom Lager 1 (Hauptlager) auf das jeweilige Musterlager vorgenommen. Der Lieferschein wird so auf den Status 6 verändert und damit erledigt.