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SOG WMS OSR/Fördertechnik Kommissionierung Packtisch (w390)


Die Packtisch Kommissionierung ist keine Scanner orientierte Verarbeitung, sondern eine Kommissionierung am Arbeitsplatz (Packtisch). Entsprechend sind die Masken zwar in der Mini-Masken Variante gespeichert, aber für einen normalen Arbeitsplatz ausgerichtet. Diese Variante agiert grundsätzlich als Passive Kommissionierung mit Transportmitteln.

 

Die Anforderung von Positionen erfolgt im Gegensatz zum w111 nicht direkt, sondern muss über die Funktion "Start Kommissionierung" ausgelöst werden. Erst dann werden die vorhandenen Lieferscheine nach passenden Position durchsucht und zur Abarbeitung im Programm angezeigt. Die Ermittlung der Positionen ist identisch mit der Ermittlung im w111. Zusätzlich werden aber weitere Kriterien überprüft. Alle Positionen müssen auf Boxen oder Tablaren

sein, die durch die Fördertechnik bewegbar sind. Da eine Box oder ein Tablar mehrere Artikel beinhalten kann, ist die maximale Anzahl der Boxen und Tablare gleich die Anzahl der Positionen. Liegen zB. zwei Artikel des

Lieferscheins in einer Box, wird dann auch nur die eine Box benötigt.

 

Als bewegbar gilt eine Box wenn sie sich im OSR oder im Loop befindet. Tablare müssen sich im Loop befinden und eine Referenz zu einer Lieferscheinposition haben.

 

Alle Positionen, die durch ihren Lagerplatz nicht auf eine Box verweisen, müssen sich auf Tablaren befinden.

 

Nur wenn alle Boxen/Tablare zum Lieferschein verfügbar sind, kann der Lieferschein im w390 verarbeitet werden.

 

Durch den Zeitfaktor, der benötigt wird um die Boxen aus dem OSR (und die Tablare) zum Packtisch zu bringen, wird mehr als ein Lieferschein angefordert. Die Anzahl kann durch das ww390 - Packtisch Parameter eingestellt werden.

Die Lieferscheine werden in eine "Pipe" gestellt, um am Packtisch einen kontinuierlichen Nachschub an Boxen/Tablaren zu haben. Diese "Pipe" wird jedes mal um einen neuen Lieferschein erweitert, wenn am Packtisch ein Lieferschein mit der letzten Position abgeschlossen wurde. Da der Packtisch eine begrenzte Anzahl von Boxen/Tablaren hat, werden immer nur soviel aus der Pipe angefordert, wie auf der Bahn der Fördertechnik Platz haben. Verlässt eine Box/Tablar den Bahn am Packtisch und wird zum OSR zurückgebracht, erfolgt eine neue Anforderung Box/Tablar aus der Pipe. Zusätzlich können nach Einstellung im ww390 Boxen in den Loop gebracht werden. Das erfolgt dann durch die Schnittstelle automatisch. Die nächste Box wird dann nicht aus dem OSR geholt, sondern aus dem Loop. Anschließend wird der Loop wieder um eine Box aufgefüllt.

 

Zu jeder Box/Tablar mit Ware wird eine sogenannte Konto Box angefordert. Mit einer Konto Box beginnt ein Lieferschein am Packtisch der er die Ware aufnimmt, die letztendlich versandt wird. Dh. werden drei Lieferscheine angefordert, startet die Pipe mit einer Konto Box, dann alle Boxen/Tablare des ersten Lieferscheins, dann eine Konto Box, dann alle Boxen/Tablare des zweiten Lieferscheins, Konto Box des dritten Lieferscheins und alle Boxen/Tablare des dritten Lieferscheins.

 

!!! der zweite oder auch der dritte Lieferschein kann keine Artikel des ersten enthalten, für diese Beispiel Pipe von drei Lieferscheinen können jeder Artikel nur einmal in den Lieferscheinen vorkommen !!!

 

Alle Boxen und Tablare werden vom w390 mit einer laufenden Nummer versehen, beginnend mit der Nummer 1001.

Die Nummer spiegelt die Reihenfolge wieder, in der Boxen am Packtisch eintreffen müssen. Das Anfordern und die Einhaltung de Reihenfolge, erfolgt über eine Individuelle Schnittstelle.

Zusätzlich zur Nummer wird an jeder Box/Tablar das Ziel gespeichert (Endpunkt des Packtisches). Ist die Boxe/Tablar am Packtisch angekommen, wird das Ziel entfernt und im Lagerplatz gespeichert.

 

Im ww391 kann die Systematik mit einer beginnenden Konto Box abgeschaltet werden. Dann wird nur Initial eine Konto Box an den Packtisch gebracht und danach in beliebiger Reihenfolge die Warenboxen. Für die Verarbeitung einer Box oder Tablar spielt jetzt es keine Rolle, welche Box gerade gescannt wird. Der Kontrollscan der Box/Tablar sorgt für eine Überprüfung, ob die Ware in der Box kommissioniert werden kann.

Mit dieser Variante werden die Boxen in beliebiger Reihenfolge und ohne jeden Auftragsbezug geholt.

 

Im w390 erfolgt keine Laufwegs Optimierung.

Die Abarbeitung eines Lieferschein beginnt immer mit dem Kontrollscan der Konto Box, dann erfolgt der Kontrollscan der Waren Box oder Tablar. Mit dem Scan der Waren Box/Tablar erfolgt eine Überprüfung darauf, ob die

Artikel der Box/Tablar im aktuellen Lieferschein vorhanden ist. Wenn das der Fall ist, wird die erste Position im Programm angezeigt und kann verarbeitet werden.

 

 

Die Funktion "Start Kommissionierung" ist wie ein Schalter zu sehen, solange diese Funktion eingeschaltet wird, werden immer neue Lieferschein angefordert (sofern vorhanden). Erst mit der Funktion Funktion "Stop Kommissionierung" wird die Anforderung unterbrochen. Dann muss die Pipe abgearbeitet werden. Mit der letzten Position wird dann der Start Prozess beendet.

 

Sind durch die Funktion "Start Kommissionierung" keine Lieferscheine ermittelt worden, kann die Funktion eingeschaltet bleiben. Die automatische Aktualisierung der Maske sorgt dafür das in regelmäßigen Abständen nach Lieferscheinen gesucht wird.