Bei einen Direkteinkauf wird für einen Kundenauftrag ein oder mehrere Artikel direkt bei einem Lieferanten bestellt. Diese können als Streckengeschäft (Lieferung von Lieferanten direkt zum Kunden) oder auch als verknüpftes Lagergeschäft (als Direkteinkauf) abgewickelt werden.
In der Auftragsverwaltung p102 wird ein Kundenauftrag erfasst. Unter dem Tab Positionsvorschläge wird bei Dispositionsart „2“ eingetragen. Für ein Streckengeschäft wird bei Lager das Streckenlager gewählt. Anschließend werden die Auftragspositionen erfasst.
Durch Wahl des Streckenlagers wird in der Lieferantenbestellung (wenn dies durch die Projektleitung entsprechend organistiert und parametrisiert wurde) automatisch die Kundenadrese als Lieferanschrift übernommen.
Nach Erfassung des kundenseitigen Auftrages wird dieser in der Bestellverwaltung p202 als Basis für die Erfassung der Lieferantenbestellung ausgewählt. Dabei wird über die Funktion <Basis suchen> die Vorgangsauswahl aufgerufen und über Kundenkonto und Vorgangsnummer der Kundenauftrag angewählt. Damit wird automatisch eine Verknüpfung der beiden Vorgänge erreicht. Anschließend werden die Bestellpositionen aus den Kundenauftrag übernommen.
Erst durch den Wareneingang in Einkauf wird eine Mengenzuteilung in den Verkaufsauftrag übernommen. Somit kann der Verkaufsvorgang erst zu diesem Zeitpunkt ausgeliefert werden.
Bei Rückabwicklung ist erst die Einkaufsseite zu bearbeiten und anschließend erst die Verkaufsseite.
Im Verkaufsauftrag zugeteilte Einkaufsmengen, die nicht mehr an den Kunden ausgeliefert werden, sondern in das Lager übernommen werden sollen, können im Verkaufsauftrag auf der entsprechenden Position resterledigt werden. Dadurch werden diese Mengen dem Lagerbestand zugeführt.