Mit Hilfe des SOGTrcView Programms können SOG ERP Trace-Dateien zur Anzeige gebracht werden.
Für den Zugriff auf die Trace-Datei und zur Speicherung von Zusatzinformationen zur Auswertung legt der TraceViewer Indexdateien an.
Diese Dateien werden im gleichen Verzeichnis und unter dem gleichen Dateinamen wir die original Trace-Datei abgelegt, jeweils mit den Dateiendungen ".idx1", ".idx2" und ".idx3".
Bei sehr großen Trace-Ausgaben kann das Erstellen dieser Dateien einen Augenblick Zeit kosten, der Zugriff auf den Trace ist anschließend aber recht schnell.
Wird die Trace-Datei einem anderen Mitarbeiter zur Analyse weitergereicht, sollten diese Trace-Index-Dateien ebenfalls weitergereicht werden. Am einfachsten kann das dadurch erreicht werden, dass der Trace-Output zur Analyse auf einem gemeinsamen Netzlaufwerk gespeichert wird, und den weiteren Mitarbeitern nur der Ort der Speicherung genannt wird. Wird der Trace dann an diesem Ort erneut geöffnet, werden die vorhandenen Index-Dateien wiederverwendet.
Außerdem stehen so alle gesetzt Lesezeichen und Anmerkungen zur Verügung.
Die Bedienung des Programms erfolgt über die Tastatur und die Toolbar.
Folgende Toolbarfunktionen sind verfügbar:
Anzeigen von erweiterten Trace-Zeilen (Typ ext)
Anzeigen von internen Trace-Zeile (Typ int)
Anzeigen von Performance Trace-Zeilen (Typ perf)
Umschalten in die Baum-Anzeige (Siehe "Die Baumdarstellung")
Klappt einen Baum-Knoten auf
Klappt den Baum-Vater des aktuellen Knotens zu
Zeigt die markierte Zeile in einem Detail-Fenster
Aktualisiert die Anzeige. Wird eine Life-Trace-Auswertung durchgeführt werden neu angekommene Trace-Zeilen der Ausgabe hinzugefügt.
Ein/Ausschalten der Anzeige des Zeitstempels der Trace-Datensätze.
Ein/Ausschalten der Anzeige der Herkunft der Trace-Datensätze.
Ein/Ausschalten der Anzeige des Aufrufstapels der Trace-Datensätze.
Ein/Ausschalten der Optimierung der Anzeige von select-Anweisungen. Ist diese Option eingeschaltet, wird bei der Ausgabe der Trace-Datensätze die Liste der selektierten Datenfelder im Format "select -(188 Feldis) - from xxxx where xxx" zusammengefasst. Im Detailsfenster erfolgt keine solche Zusammenfassung.
Suchen des in der Suchbox eingegebenen Textes in Richtung Dateianfang.
Ermöglicht die Eingabe eines Suchtextes. Siehe "Suchfunktion"
Suchen des in der Suchbox eingegebenen Textes in Richtung Dateiende.
Leerzeichen getrennte Angabe von ThreadIds. Alle anderen Threads werden ausgeblendet. Der Filter wird angewendet, sobald der Eingabefokus aus der Textbox genommen wird.
Konfiguration von Suchmustern. Suchmuster können dazu verwendet werden, Zeilen ein- oder auszublenden, oder Text farblich hervorzuheben. Über einige Standard Suchmuster kann hier eingestellt werden, wie Standardhervorhebungen dargestellt werden sollen.
Hier können einige einfache Einstellungen des Programms konfiguriert werden. Siehe "Einstellungen".
Springt auf das nächste Lesezeichen in Richtung Dateianfang
Setzt die aktuell markierte Zeile als Lesezeichen. Ermöglicht die Eingabe von Anmerkungen (Annotationen) zu diesem Lesezeichen. Auf der Schaltfläche wird angezeigt, wieviele Lesezeichen in dem aktuellen Trace-Output gesetzt sind.
Springt auf das nächste Lesezeichen in Richtung Dateiend
Je nach Zeilentyp hat das Doppelklicken auf einer Tracezeile unterschiedliche Wirkungen:
Der Zweig wird auf- oder zugeklappt.
Die Lesezeichenbearbeitung wird geöffnet.
Die Zeile wird in der Datail-Ansicht geöffnet.
Wird über die Toolbarfunktion "Tree" die Baumdarstellung eingeschaltet, so erfolgt die Anzeige der Trace-Datei in einer Baumstruktur (Sofern der Trace-Output dies unterstützt. Ausgabe von Trace-Baumstrukturen erfolgt ab HDL Version HDLFRG1809).
In der Baumstruktur werden bestimmte Bereiche des Trace-Output logisch zusammengefasst und können dadurch auf- und zugeklappt werden. so kann z.B. der Aufruf des Mofuls "p806" als eine Trace-Zeile dargestellt werden. Wird diese Trace-Zeile aufgeklappt, sieht man die einzelnen Zeilen innerhalb "p806". Erfolgt hier ein Aufruf eines anderen Unterprogramms "p102" so wird auch dieses zuerst als eine Trace-Zeile dargestelt. Durch Aufklappen können die Unterhalb der Zeile eingehängten Zeilen zur Anzeige gebracht werden.
Baumstruktur bei Verwendung des Trace-Level "Perf"
Wurde der Traceoutput mit dem TraceLevel "Perf" erzeugt (z.B. p102,trc=perf) so enthält die Trace-Zeile eine Vielzahl weiterer Perfoamce-Ausgaben. Durch die hohe Verschachtelungstiefe kann es dabei schwierig sein, die eigentlich gesuchten Trace-Informatinen zu finden. Aus diesem Grunde wirkt der Toolbar-Knopf "Perf" so, dass er diese zusätzlichen Trace-Zeilen vollständig ausblendet, und auch die Baumstruktur so darstellt, als wäre die Trace-Ausgabe ohne Perf-Option erfolgt. Wird der "Perf" Toolbar-Knopf aktiviert, werden die zusätzlichen Zeilen dargestellt, und über die dargestellte Ausführungsdauer in Millisekunden und Prozent wird ersichtlich, welcher Bereich der Ausführung wie lange gedauert hat.
Der Analysierende sollte sich also entscheiden, ob er eine Performance-Analyse durchführen möchte, oder ob er einen anderen Fehler sucht. Wird die Performance untersucht, sollte der Trace-Output mit Option "Perf" erfolgt sein, und die Analyse mit eingeschalteter Perf-Funktion durchgeführt werden. Wird ein anderer Fehler gesucht, kann auf die Option "Perf" bei Erstellung des Trace-Output verzichtet, oder aber zumindest die Perf-Informatinen über die Toolbar ausgeblendet wreden.
Durch Eingabe eines Suchtextes in der Suchbox (Toolbar) und Auslösen mit der Taste F3 kann ein bestimmter Text gesucht werden.
Gesucht wird nur in den ausgewählten Zeilentypen (Ext/Int). Gesucht wird auch in zugeklappten Baum-Strukturen. Wird ein Wert gefunden, wird der Cursor in die nächste, vorherige, sichtbare Zeile zur Anzeige gesetzt. Wurde der Text in einer zugeklappten Struktur, oder in einer ausgeblendeten Zeile gefunden, steht der Cursor auf dem nächst höheren zugeklappten Vater-Knoten oder der letzten, vorhergehenden Tracezeile.
Mit der Tastenkombination F4/F3 kann ein zugeklappter Baumknoten nun aufgeklappt und erneut durchsucht werden. Wird nur F3 gedrückt, wird die Suche auf der nächsten Zeile hinter der zugeklappten Struktur fortgesetzt. Gefunden wird also immer nur eine Zeile innerhalb einer zugeklappten Struktur, auch wenn diese mehrere Fundorte enthalten würde.
Durch betätigen der "Einstellungen" Schaltfläche in der Toolbar können folgende Einstellungen durchgeführt werden:
Für jede Tracezeile wird berechnet, wieviele Millisekunden seit der letzten ausgegebenen Trace-Zeile vergangen sind. Überschreitet dieser Wert den hier eingestellten, wird die Zeit farblich hervorgehoben.
HighlightTreeMilliseconds / HighlightTreePercent
Bei der Ausgabe von Performace-Zeilen wir in dem Begin-Knoten jeweils dargestellt, wieviele Millisekunden die Ausführung gedauert hat, und wieviel Prozent der Ausführungszeit des letzten Vater-Knoten dabei verbraucht wurde. Überschreiten beide Berechneten Werte die hier eingestellten, wird die Ausgabe farblich hervorgehoben.
Bei der Berechnung der verbrauchten Programmlaufzeiten wird versucht, Zeiten in denen auf den Benutzer gewartet wurde, herauszurechnen. Benutzer Wartezeiten ergeben sich, wenn z.B. ein Maskenlesen mit Warten auf die Benutzereingabe durchgeführt wird. Die hier verbrauchte Zeit wird anschließend aus der Summe der entsprechenden Vater-Performance-Counter herausgerechnet. Außerdem wird diese Zeit abgezogen, bei der Darstellung der Zeitoffsets zur nächsten Trace-Zeile.
Farbliche Hervorhebung von Text, Auswählen von Zeilen auf Basis von Textmustern
Über die Toolbar-Funktion "Muster" gelangen Sie in einen Einstellungsdialog, in dem Suchmuster mit Wirkung und Darstellung konfiguriert werden können.
Möchten Sie ein neues Muster hinzufügen, so können Sie dies in der entsprechenden Eingabebox eingeben, oder in der dargestellten Trace-Zeile markieren. Klicken Sie dann auf "Hinzufügen" um ein Muster hinzuzufügen.
Wählen Sie eines der Vorhandenen Muster aus, um Verhalten und Darstellung zu konfigurieren. Hinweis die Suche der Muster erfolgt auf Basis der Original Trace-Daten (Detail-Fenster). Nicht auf Basis der umgerechnete Darstellung im Hauptfenster des Trace-Viewers.
Zeilen mit diesem Muser nicht anzeigen
Enthält eine Trace-Zeile eines der so definierten Muster, wird sie nicht angezeigt. Hinweis: Die Suchfunktion wertet diese Information nicht aus.
Nur Zeilen anzeigen, wenn Muster enthalten ist.
Sind solche Muster konfiguriert, werden nur noch Trace-Zeilen angezeigt, die eines dieser Muster enthalten. Hinweis: Die Suchfunktion wertet diese Information nicht aus
Legt die Hintergrundfarbe der Darstellung fest.
Legt die Vordergrundfarbe der Darstellung fest. Ist bereits ein Hintergrund gewält, so kann nur zwischen Scharz und Weiß hin- und hergeschaltet werden. Ist noch kein Hintergrund gewählt, kann eine belibige Vordergrundfarbe ausgewählt werden.
Löscht Vordergrund- und Hintergrundfarbe
Das Muster wird als Regulärer Ausdruck gewertet. Bitte geben sie einen gültigen, regulären Ausdruck an.
Das aktuell ausgewählte Muster wird entfernt.
Die folgenden Suchmuster werden nur dazu verwendet, die Darstellung von Standarddarstellungen konfigurieren zu können:
Definiert die Darstellung einer Hervorhebung, wenn die abgelaufene Zeit zwischen zwei Tracezeilen den eingestellten Schwellwert übersteigt, oder wenn die Zeit/Prozent Angabe in einem Baumknoten hervorgehoben werden soll.
Legt fest, mit welcher Farbe Zeilen dargestellt werden, zu denen es ein Lesezeichen gibt.
Legt fest, mit welcher Farbe Zeilen dargestellt werden, zu denen es ein Lesezeichen mit einem eingegebenen Lesezeichentext gibt.
Über die Schaltfläche "Lesezeichen setzen" kann für die aktuell markierte Zeile ein Lesezeichen gesetzt werden. Wahlweise kann dem Lesezeichen auch ein weiterführender Text gegeben werden.
Zeilen, für die ein Lesezeichen existiert, werden farblich hervorgehoben.
Zeilen mit einem Lesezeichentexte mit einer anderen Farbe.
Durch Schweben mit der Maus über einer Zeile mit Lesezeichentexte erfolgt die Ausgabe des Textes als Tooltip.
Besitzt die aktuelle Zeile bereits ein Lesezeichen, kann über "Lesezeichen setzen" diese bearbeitet oder gelöscht werden.
Mit den Schaltflächen "Lesezeichen rückwärts/vorwärts suchen" kann auf das jeweils nächste Lesezeichen gesprungen werden.
Ob in der aktuellen Datei ein Lesezeichen existiert, kann der Schaltfläche "Lesezeichen setzen" entnommen werden. Die Anzahl der vorhandenen Lesezeichen wird in Klammern auf dieser Schaltfläche dargestellt.
Es ist möglich, eine Trace-Ausgabe auszuwerten, während das Programm noch aktiv ist, und noch weitere Zeilen in die Traceausgabe hinzufügt.
Beachten Sie jedoch, dass Vater-Knoten einer Baumstruktur, die noch keinen Endeknoten haben (Aktueller ausgeführter Baustein) zuerst immer nur als geöffnete Knoten dargestellt werden können. Sobald der entsprechende Endknoten vorhanden ist, werden diese Strukturen dann zugeklappt, und können aktiv wieder aufgeklappt werden.