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Einrichtung der Finanzbuchhaltungsanbindung allgemein


In diesem Handbuch wird die Einrichtung einer Finanzbuchhaltungsanbindung allgemein erläutert. SOG ERP kann diverse Buchhaltungsprogramme über eine Schnittstelle versorgen. Es geht hier um die allgemeine Anbindung einer Finanzbuchhaltung, nicht um das Produkt z. B. SOG Financials.

Allgemeines

 

Die Einrichtung der Schnittstelle zur Finanzbuchhaltung erfolgt durch Parametrierung mehrerer SOG ERP Programme/Module. Zu berücksichtigen ist hier die vom Kunden gewünschte Kontenstruktur der zu übergebenden Werte:

  • Erlösbuchungen

  • Einkaufs- und Bestandsbuchungen

  • Verbrauchsbuchungen

 

Obige Struktur und die jeweils angeschlossene Finanzbuchhaltung sind ausschlaggebend für die unterschiedlichen Einstellungen je Programm/Modul.

 

Beteiligte Programme

 

Parametrierung

 

Anwendung

  • p190 - Rechnungsausgangsjournal (rgausjnl)

  • p290 - Rechnungseingangsjournal (rgekjnl)

  • p845 - Personenprotokoll und Übergabe an Fibu (persprot)

  • Buchungsübergabe (hängt von der jeweiligen Finanzbuchhaltung ab)

  • p848 - Übernahme offener Posten aus der Fibu (uebopfibu)

 

Parametrierungsmaßnahmen je Programm / Modul

 

c077 - Mandanten (mand)

Im Implementierungsdatenbestand ist standardmäßig die Mandantennummer der Finanzbuchhaltung mit <1> vorbelegt. Bei einer abweichenden Mandantennummer in der Finanzbuchhaltung ist diese hier einzutragen.

 

p001 - Globaleinstellungen (glob) Umsatzsteuerermittlungsparameter

Im Standardfall sind hier keine Änderungen im Implementierungsdatenbestand vorzunehmen. Die verwendeten Personen - und Artikelsteuerkennzeichen sind hier ersichtlich.

 

p001 - Globaleinstellungen (glob) Fibu/Kostenrechnungsanschluss

Die Belegartenschlüssel sind im Implementierungsdatenbestand vorgetragen und sind im Regelfall nicht zu ändern.

Die Sachkontennummern sind laut Organisationsbesprechung einzutragen. Sofern mit Summanden gearbeitet wird, sind hier die kleinsten Kontennummern einzutragen.

 

c119 - Steuerschlüssel (stschl)

Jeder Steuerschlüssel aus dem Implementierungsdatenbestand ist zu überarbeiten.

Die Konten für <Rechnungen>, <schwimmende Rechnungen>, <Gutschriften> und <Erlösschmälerungen> sind einzutragen. Je nach Organisation können auch gleichlautende Konten Verwendung finden.

Für die Unterscheidung <EG>, <Drittland>, <Inland> z. B. Summanden verwenden in den Schritten <0>, <100>, <200> (Vor- und Mehrwertsteuer immer analog).

Die Steuerschlüssel sind für die Finanzbuchhaltungsübergabe zu parametrieren. Der benötigte Schlüssel ist der Finanzbuchhaltung zu entnehmen.

 

Informationen zu Varial:

Konvention Steuerschlüssel : Dreistellig mit führenden Nullen

 

Informationen zu DATEV:

Um für die DATEV die Buchungsdaten korrekt aufzubereiten, ist es nötig Automatikkonten für Zwischenbuchungen zu definieren. Diese Zwischenkonten werden benötigt, wenn innerhalb einer Rechnung ein Kontenwechsel vorgenommen worden ist (z. B. Ware und Frachtkosten laufen auf unterschiedliche Konten).

Die Zwischenkonten müssen passend zu den Steuerschlüsseln in der DATEV parametrisiert werden (d. h. ein Zwischenkonto für 19% Erlöse muss in der DATEV auch als Automatikkonto für 19% Umsatzsteuer definiert werden).

 

Folgende Zwischenkonten können in der DATEV standardmäßig genutzt werden:
 

Bezeichnung    Zwischenkonto (Automatik) in der DATEV

MwSt-frei EG    8099 (0%)

MwSt-frei    8099 (0%)

MwSt-7%    derzeit nicht definiert

MwSt-19%    8409 (16%)

 

VSt-frei EG    3429

VSt-frei    3209

VSt-7%    derzeit nicht definiert

VSt-19%    3409

 

 

c113 - Sachkonten (sachkto)

Werden in der angeschlossenen Finanzbuchhaltung die Buchungen nicht nach <EG>, <Drittland>, <Inland> unterschieden, so müssen über c113 - Sachkonten (sachkto) die Konten aus SOG ERP umgeschlüsselt (verdichtet) werden.

 

c151 - Währungsdaten (waehrsu)

In der Währungstabelle sind im Feld <Währungsschlüssel> die von der Finanzbuchhaltung verwendeten Schlüssel je Währung zu hinterlegen.

Konvention Varial : Die Masterwährung erhält den Währungsschlüssel <0>, obwohl Varial-intern z. B. die <1> verwendet wird.

 

pp845 - Parameter Personenprotokoll und Übergabe an Fibu (persprotpar)

Die Zielpfade sind für die Übergabedateien einzutragen. Das Zielverzeichnis sollte immer im Finanzbuchhaltungs-Datenbestand liegen (Schreibrechte von <SOGUSER> auf das Verzeichnis kontrollieren).

 

Konvention Varial :

Personen:    <LW>:\ISBGUIDE\DATEN\XXXSEQIPK

Adressen:    <LW>:\ISBGUIDE\DATEN\XXXSEQIKO

 

Die Parameter so einstellen, dass keine Interessenten in die Finanzbuchhaltung gelangen, Status aus p001 - Globaleinstellungen (glob) Artikel/Personenstatus

 

Programmparameter Buchungsdatenübergabe (abhängig von der Finanzbuchhaltungssoftware - z. B. pp884 - Parameter Buchungsdatenübergabe FIBU (fibupar) oder auch pp857 - Parameter Buchungsdaten an VARIAL Fibu (varialpar))

Zielpfade für Übergabedatei und Steueraufteilungsdatei eintragen.

 

Konvention Varial :

Buchungsdatei: <LW>:\ISBGUIDE\DATEN\XXXSEQINP

Steuerdatei: <LW>:\ISBGUIDE\DATEN\XXXSEQISA

Buchungsschlüssel: <AR> <AG> <ER> <EG> <SO> <HA>

 

Darauf achten, ob die Finanzbuchhaltung Fremdwährungen verarbeitet.

 

pp848 - Parameter Übernahme offener Posten aus der Fibu (uebopfibupar)

 

Zielpfad für Importdatei Offene Posten eintragen.

 

Konvention :

Importdatei:    <LW>:\ISBGUIDE\DATEN\SEQOPDAT

 

Für Testlauf des Jobs sollte eine leere Datei <SEQOPDAT> z. B. über Notepad angelegt werden.

 

p896 - Sprachentexte (sptext)

 

Je nach angeschlossener Finanzbuchhaltung den Textbegriff <p845xx> auswählen und die Verbindlichkeiten und Forderungskonten anpassen.

Es sind nur die Finanzbuchhaltungs-Zielwerte einzutragen. Je Textzeile sind die in SOG ERP vorhandenen Kennzeichen/Parameter links beginnend mit dem ersten Schlüssel(wert) aufgeführt.

 

<Hausbanken> z. B. Zeile 1 (siehe Zeileninfo)

  1. <Hausbank VK>

  2. <Hausbank EK>

 

<Verbindlichkeiten> z. B. Zeile 2 (siehe Zeileninfo)

  1. <Verbindlichkeiten Inland>

  2. <EG Unternehmen>

  3. <EG Nicht-Unternehmen>

  4. <EG Privat>

  5. <sonst. Ausland>

 

<Forderungen> z. B. Zeile 3 (siehe Zeileninfo)

  1. <Verbindlichkeiten Inland>

  2. <EG Unternehmen>

  3. <EG Nicht-Unternehmen>

  4. <EG Privat>

  5. <sonst. Ausland>

 

 

Fibu-Übergabe-Job erstellen (hhpj) mit folgendem Jobablauf :

 

  1. <p190>        Rechnungsausgangsjournal    (sofern Modul gekauft)

  2. <p290>        Rechnungseingangsjournal    (sofern Modul gekauft)

  3. <p845>        Personenübergabe/Protokoll

  4. <p8xx>        Buchungsdatenübergabe (je nach Buchhaltungssoftware)

  5. <p848>        Übernahme offene Posten