Der Lieferausschluss wird benötigt, gezielt Artikel oder Artikelgruppen an einen Kunden oder eine Kundengruppe nicht mehr verkaufen zu können und diese entsprechend gesperrt sind, die betroffenen Produkte (Artikel) zu kaufen.
c070 - Lieferausschlusssteuerung (ausschlsu)
Organisation und Einstellungen
Steuerungssätze für den Lieferausschluss werden in dem Programm c070 - Lieferausschlusssteuerung (ausschlsu) konfiguriert.
Hierzu wird die Funktion „Neu (F7)“ benötigt:
Nach Öffnen eines neuen Prüfvorgangs wird nun als erstes der „Bereich“ ausgewählt, in dem die Prüfung stattfinden soll, also im Verkauf oder im Einkauf (1 = Verkauf, 2 = Einkauf).
Im nächsten Abschnitt wird nun definiert, was geprüft werden soll. Hierzu wird in der Begriffsart
das eingetragen, was Sie im p001 - Globaleinstellungen (glob) miteinander verknüpft haben.
„In diesem Fall die 1 für das Personenkonto“
Danach wird in dem Feld „Begriff 1“ das passende Konto (die ID und kein Matchcode) oder die ID von dem Kunden oder der Kundengruppe eingetragen, die das Produkt oder die Produktgruppe nicht kaufen dürfen.
!Hinweis!
Bei dem Feld „Begriff 1“ die Kunden Nummer eintragen und beachten, dass die Nummern auf Ihre maximale Anzahl mit 0 gefühlt werden. Kontonummern sind maximal 8 Stellen lang. Hierbei ist die Beispielnummer 5 stellen lang und muss auf 8 Stellen aufgefüllt werden.
Bitte beachten Sie die Übersicht der Stellen am Ende des Dokuments zum Nachgucken.
In diesem Fall ist es der Kunde 55206
In dem Feld „Begriffsart 2“ wird der 2. Begriff angeben, der im p001 - Globaleinstellungen (glob) definiert wurde.
Hier ist es die Warengruppe
In das Feld „Begriff 2“ wird jetzt die ID eingetragen, welche zu dem passenden Artikel oder der Artikelgruppe gehört.
Hier ist es die Warengruppe 600
In dem Abschnitt „Sperrkennzeichen“, kann nun definiert werden, was die Prüfung auslösen soll, wenn die von Ihnen eingestellte Konstellation zutrifft.
Hier leer gelassen oder 0, bedeutet es ist komplett gesperrt
Wenn jetzt ein Mitarbeiter versucht diesen Artikel oder einen Artikel aus einer Artikelgruppe, die in der Prüfung gesperrt wurde, an einen der im „Begriff 1“ definierten Kunden oder Kundengruppe etwas verkaufen möchte, tritt folgende Fehlermeldung in Kraft.
Der Liefereinschluss wird gebraucht, wenn ein bestimmter Artikel nur an eine bestimmte Käufergruppe verkauft werden darf. Das kann zum Beispiel sein, dass ein Unternehmen ein Produkt verkauft und einen Vertrag mit einem Unternehmen hat, das exklusive Rechte an einem Produkt besitzt.
Das bedeutet, dass dieses Produkt nur an diesen Kunden oder Kundengruppe verkauft werden darf.
p841 - Artikel (art)
p445 - Artikelpflegevarianten (artikelvar)
Organisation und Einstellungen
Der Liefereinschluss wird organisiert im p841 - Artikel (art) unter dem Reiter Allgemein:
Ds Beispiel erfolgt an den Artikel 22009
Dort gibt es die Einstellungsmöglichkeit „Lieferzulassungsprüfung“.
Hier kann jetzt gewählt werden, in welchen Bereichen die Prüfung zutreffen soll.
!Hinweis!
Hierbei muss man beachten, dass dieses Feld geschützt sein kann. Dies muss dann freigeschaltet werden in der Artikelpflegevariante im p445 - Artikelpflegevarianten (artikelvar).
Wenn die Variante gewählt wurde, muss die Aktion einmal gespeichert werden mit der Funktion „weiter (F12)“.
Danach kann die Funktion „Verwalten“ erst benutzt werden.
In dem Beispiel wird die Liefereinschluss für den Verkauf definiert
In der neu geöffneten Maske können die Lieferzulassungen erst definiert werden.
Hierbei braucht das Programm für eine Prüfung die „Art“ und den „Begriff“.
Bei der „Art“ wird ausgewählt, wie die Käufergruppe oder ein bestimmter Käufer festgestellt werden soll.
In diesem Beispiel wird die Personengruppe gewählt, damit wir eine bestimmte Kundengruppe zugelassen wird
In dem Bereich „Begriff“ wird nun ausgewählt, welche Käufer bzw. Käufergruppen es genau betrifft.
Hier kann eine Kundengruppe ausgewählt werden
In dem Feld gültig können Gültigkeit eingetragen werden, wie lange der Liefereinschluss gilt.
Hierbei handelt es sich um kein Pflichtfeld. Wenn dort kein Enddatum gegeben ist, zählt der Liefereinschluss so lange, bis er gelöscht wird.
Die weiteren Informationsfelder sind rein zur Information, hier können die Vertragsdaten eingepflegt werden für den Liefereinschluss, um einen besseren Überblick zu haben.
Wenn hier alle Daten gepflegt sind, kann die Lieferzulassung geschlossen werden.
Danach kann die Artikelpflege gespeichert und beendet werden.
Der Liefereinschluss ist somit beendet.
Wenn jetzt ein Kunde versucht, der nicht zu der gewünschten Käufergruppe gehört, diesen Artikel zu kaufen, tritt folgende Fehlermeldung in Kraft.
!Hinweis!
Es gibt keine Möglichkeit sich in der Oberfläche die Liefereinschlüsse und Lieferausschlüsse gleichzeitig anzeigen zu lassen.
Dies kann nur geschehen über eine Tabellenabfrage auf die f042. Dort werden Liefereinschluss und Lieferausschluss durch die Satzart angegeben (Satzart 0 = Lieferausschluss/Satzart 1 = Liefereinschluss).
Maximale Stellen
Ausschluss begriffe | Schlüssel | Stellen |
Personenkonto | 1 | 8 |
Personengruppe | 2 | 4 |
Gebiet | 3 | 5 |
Branche | 4 | 4 |
Vertreter | 5 | 3 |
Personenstatus | 6 | 1 |
Personenbeurteilung | 7 | 2 |
Artikelreferenzkonto | 8 | 8 |
Rechnungsempfängerkonto | 9 | 8 |
Artikelnummer | 10 | 8 |
Statistikgruppe | 11 | 3 |
Warengruppe | 12 | 3 |
Artikelgruppe | 13 | 3 |
Untergruppe | 14 | 3 |
Waren-/Artikelgruppe | 15 | 3 |
Preisgruppe | 16 | 4 |
Ursprungsland | 17 | 5 |
Stat. Warennummer | 18 | 8 |
Lieferant | 19 | 8 |
Artikelstatus | 20 | 1 |
Artikelbeurteilung | 21 | 2 |
Artikel-EG-Kz | 22 | 2 |
Land Personenkonto | 23 | 3 |
Land Warenempfänger | 24 | 3 |
Land Rechnungsempfänger | 25 | 3 |
Umsatzsteuerkennzeichen | 26 | 2 |
Versandort | 27 | 5 |
Zentralkonto | 28 | 8 |
Personenauswertungskennzeichen | 29-37 | max. 6 (ohne Vorlaufnullen) |
Artikelauswertungskennzeichen | 39-48 | max. 6 (ohne Vorlaufnullen) |
Selektionskennzeichen | 49-88 | max. 10 (ohne Vorlaufnullen) |
Sortimentskennzeichen | 89 | 1 |